
Als alte Heil- und Gewürzpflanze ist die Eberraute natürlich prädestiniert für den Kräutergarten und den Apothekergarten. Auch im Steingarten macht sie eine gute Figur, zumal sie recht trockenheitsverträglich ist. Mit ihrem filigranen Laub lässt sie sich auch schön im Blumenstrauß als Grün verwenden.
Die Bestäubung der Eberraute erfolgt vor allem durch den Wind – das kennt man auch so ähnlich von ihrer Verwandtschaft. Gerade der Beifuß (Artemisia vulgaris) macht sich bei Allergikern häufig mit seinen Pollen unbeliebt. Wer darauf empfindlich reagiert sollte auf Eberraute im Garten sicherheitshalber lieber verzichten.
Das Pastorenkraut wird von einem Nachtfalter zur Eiablage verwendet: den Larven der Beifuß-Blüteneule Protoschinia scutosa dienen die Blüten und Achänen als Raupenfutter. Allerdings wird man die seltenen Wanderfalter bei uns bestenfalls im Süden Deutschlands finden, da sie nur in seltenen Ausnahmefällen aus Südeuropa über die Alpen gelangen und sich hier normalerweise nicht fortpflanzen.
Den Text stellte dankenswerterweise https://www.naturadb.de/ zur Verfügung.
Von André Karwath aka Aka – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1006232