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Feige

Die Echte Feige, Kulturfeige, Essfeige (Ficus carica) oder genauer der Echte Feigenbaum gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) und wird mittlerweile in den tropischen und subtropischen sommertrockenen Regionen der Erde weltweit kultiviert. Ursprünglich beheimatet ist er am Mittelmeer bis hinüber nach Indien und auf den Kanarischen Inseln, wo er in felsigen Regionen und der mediterranen Garrigue wächst.

Als Kulturpflanze ist die Echte Feige schon seit Menschengedenken bekannt; schon die alten Ägypter und Mesopotamier wussten sie zu schätzen, und in der Bibel wird sie des Öfteren erwähnt. Hier sogar als erste explizit namentlich erwähnte in der Genesis, wo Adam und Eva sich nach dem Naschen am Baum der Erkenntnis mit Feigenblatt bedeckten.

Der Feigenbaum ist ein 3-4 Meter hoher sommergrüner Baum oder mehrstämmiger Strauch mit einer ausladenden Krone, glatten silbergrauen Borke und auffällig dicken Ästen. Die typischen handförmig 3-5-lappigen, im Umriss rundlichen Feigenblätter erscheinen erst spät im Jahr; ihre Oberseite ist rau, die Unterseite weich behaart. Sie werden 10-24 Zentimeter lang und haben einen herzförmigen Grund unmittelbar vor dem Blattstiel.

Die kleinen und unscheinbaren Blüten der Feigenbäume wird man nur mithilfe eines Messers zu Gesicht bekommen, denn sie verstecken sich in den grünen fleischigen und birnförmigen Blütenständen, die vor allem aus der vergrößerten Blütenstandsachse bestehen und später zu den charakteristischen 5-10 Zentimeter großen gelben, purpurnen oder braunvioletten Früchten heranreifen. Bei den darin befindlichen kleinen braunen Samen handelt es sich botanisch um Achänen. Die Fruchtschalen sind je nach Sorte unterschiedlich dick.

Natürlich wäre all das vergebens, wenn die Samen der Feigen nicht verbreitet würden. Das übernehmen Vögel, Insekten und Säugetiere, die sich über die süßen Früchte hermachen.

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