
Haselsträucher sind einhäusig und beherbergen sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Im Spätsommer erscheinen am Ende der Zweige die einsamigen Nussfrüchte, die Haselnüsse in einem zerschlitzen Fruchtbecher. Reif haben sie einen großen hellen Nabel, eine kleine Spitze am gegenüberliegenden Ende und eine dünne braune Schale, die den Nusskern beinhaltet.
Die Hasel ist im Frühjahr das erste blühende Laubgehölz. Für die Bestäubung ist vor allem der Wind zuständig, Honigbienen und vor allem Wildbienen fliegen nur die männlichen Kätzchen an und bedienen sich dort am Pollenvorrat. Er gehört zu den ersten Nahrungsvorräten, die frühe Bienen und Hummeln nach dem Winter in der Natur vorfinden und ist dementsprechend wichtig.
Gut für die Biodiversität
64 Arten von Schmetterlingen legen ihre Eier auf der Hasel ab und nutzen sie als Raupenfutter. Tagfalter gehören nicht dazu, aber jede Menge nachtaktiver Eulen, Spanner und Spinnerartige.
Andere Insekten sind ebenfalls auf die Hasel angewiesen, einige ernähren sich ausschließlich von dieser Pflanze. Dazu gehört der Haselnussbohrer (Curculio nucum), der sich vom Laub ernährt und seine Eier in die jungen Nüsse legt, und die Hasel-Maskenzikade (Oncopsis avellanae).
Haselnüsse enthalten 20 Prozent Eiweiß und 60 Prozent Fett und sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiere wie Eichhörnchen, Siebenschläfer und Mäuse und eine ganze Reihe von Vögeln, insbesondere Eichelhäher und Kleiber.
Beste Sammelzeit: März bis April, bevor die Blätter zu fest werden. Ältere Blätter sind meist ledrig, eignen sich aber noch getrocknet als Tee. Auch aus den Haselkätzchenlässt sich ein aromatischer Tee zubereiten, der in der Naturheilkunde traditionell geschätzt wird – er soll den Kreislauf anregen, das Immunsystem stärken und Erkältungen lindern.
Text und Bilder stellte uns dankenswerterweise https://www.naturadb.de/ zur Verfügung.