
Der Echte Koriander ist in Vorderasien von der Türkei bis zur Sinai-Halbinsel, Arabien und Pakistan beheimatet. In der Schweiz wurde er verwildert bei Samedan noch in einer Höhenlage von 1730 Metern beobachtet.
Kraut und Samen (richtiger: Früchte) sind vielfach genutzte Küchengewürze. Der Geruch und der Geschmack der beiden sind sehr verschieden; sie können einander nicht ersetzen. So sind auch die Gegenden unterschiedlich, in denen Kraut und Samen stark genutzt werden. Während in Europa der Samen die größere Rolle spielte, wurden in der südamerikanischen und in der südostasiatischen Küche, aber auch im südlichen Portugal – speziell im Alentejo und in der Algarve – vor allem die grünen Pflanzenteile verwendet. Mittlerweile ist eine solche regionale Unterscheidung – auf Grund der Globalisierung – kaum mehr möglich. In der indischen Küche werden sowohl Samen als auch Blätter vielfach verwendet. In Thailand nutzt man die Wurzeln wie die der Petersilie bzw. Wurzelpetersilie.
Koriander findet seit der Zeit des antiken Ägypten auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde. Als Droge werden die getrockneten Früchte verwendet. Dem ätherischen Öl wird appetitanregende, verdauungsfördernde, krampflösende und schmerzlindernde Wirkung bei Magen- und Darmleiden zugeschrieben. Dementsprechend ist Koriander in manchen Zubereitungen gegen Magen- und Darmstörungen enthalten. Koriander wirkt jedoch schwächer als Kümmel oder Fenchel. Dazu müssen die Samen gequetscht oder zerrieben werden, weil sonst die Öle nicht mit Wasser herausgelöst werden können. Auch bei Tieren kann Koriander gegen Blähungen eingesetzt werden.
Quelle: Wikipedia