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Maibeere

Die Maibeere, auch Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea), Blaue Doppelbeere oder Sibirische Blaubeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heckenkirschen (Lonicera) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse(Caprifoliaceae). Sie ist zirkumpolar verbreitet.

Sie ist die einzige Heckenkirschen-Art, die für den Menschen genießbare Früchte ausbildet, wobei nordostasiatische Vorkommen deutlich wohlschmeckendere Beeren ausbilden als nordamerikanische und europäische Vorkommen. Daher wurden aus ihren östlichen Verbreitungsgebieten die Bezeichnungen Kamtschatka-Beere (russische Halbinsel), Gimolost (russischer Name der Beere) und Haskap (Name der Beere bei den kurilischen und nordjapanischen Ainu-Ureinwohnern) entlehnt und insbesondere als Sammelbegriffe für ihre Zuchtsorten, aber auch verallgemeinert auf die gesamte Art etabliert.

Die Blaue Heckenkirsche wächst in feuchten Wäldern, Gebüschen, in der Krummholzregion und in Hochmooren. Sie besiedelt vor allem feuchte bis nasse, nährstoff- und kalkarme Rohhumus-Böden und kommt von der subalpinen bis zur montanen Höhenstufe bis in Höhenlagen bis zu 2100 Metern vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil auf der Mutte nahe der Jöchelspitze bis in eine Höhenlage von 2010 Meter auf. In Mitteleuropa ist sie eine Charakterart der Ordnung der Fichtenwälder (Piceetalia abseits), kommt aber auch in den Gesellschaften der Ordnung der Schlehen-Hecken (Prunetalia spinosae) und der Grau-Weiden-Gebüsche (Salicion cinereae) vor.

Die Blaue Heckenkirsche gehört zu den vorwiegend insektenbestäubten Pflanzen; ihre Blüten sind einfach und für die meisten Insekten leicht zugänglich aufgebaut. Die Ergiebigkeit der Blüten wird angegeben mit einem Wert von 2 (mittel) sowohl für den Pollenwert wie auch den Nektarwert. Die Blüten erscheinen je nach lokalem Klima und Höhenlage bereits ab März und stellen mit ihrer sehr frühen Blütezeit eine besonders wichtige Nahrungsquelle für entsprechend früh im Jahr aktive Insekten (z. B. überwinternde Schmetterlingsarten, Hummelköniginnen und Wildbienen) dar. Aufgrund der zu dieser Zeit oft noch niedrigen Temperaturen spielen Honigbienen bei der Bestäubung nur selten eine Rolle.

Nicht nur die Blüten, sondern auch das Blattwerk hat einen sehr hohen ökologischen Wert für die Insektenwelt: Bislang wurde für mindestens 27 verschiedene tag- und nachtaktive Schmetterlingsarten (z. B. Heckenkirschen-Scheckenfalter und Hummelschwärmer) nachgewiesen, dass sie die Blaue Heckenkirsche als Raupenfutterpflanze angenommen haben; acht Arten davon wurden auch beim Blütenbesuch beobachtet.

Quelle: Wikipedia

Foto: Von Opioła Jerzy (Poland) – Eigenes Werk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=820943

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