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Rhabarber

Rhabarber (Rheum) gehören zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Die imposanten Blätter und die kräftigen Blattstiele machen sie zu echten Blickfängen im Garten. Vertreter dieser Gattung wachsen als mehrjährige, krautige Pflanzen und erreichen je nach Art eine Höhe von 1,2 bis 2 Metern. Typisch sind die großen, gelappten Blätter und die hohen Blütenstände mit zahlreichen kleinen, meist grünlich-weißen Blüten.

Rheum-Arten spielen in Mitteleuropa ökologisch nur eine geringe Rolle, da sie nicht heimisch sind. Dennoch werden die Blüten gelegentlich von Insekten wie Schwebfliegen und Bienen besucht, die dort etwas Pollen finden. Für spezialisierte Wildbienen oder Schmetterlinge bieten sie jedoch keine Lebensgrundlage.

Rhabarber stammt aus dem Himalaya. Seit dem 11. Jahrhundert gelangte Rheum rhabarbarum L. als Importware aus Zentralasien oder China über die arabische Medizin des Mittelalters und die Schule von Salerno in die abendländische Medizin des Mittelalters, wo nicht wie heute die Stängel, sondern vor allem die unterirdischen Sprossachsen – insbesondere zur Zubereitung von Arzneimitteln – Verwendung fanden.[8] Im 16. Jahrhundert wurde er in Russland angebaut und gelangte im 18. Jahrhundert in andere Teile Europas. Über Frankreich und die Niederlande kam er nach England, wo der Anbau seit 1753 belegt ist. Die Treiberei wurde als erstes von Gärtnern in Chelsea betrieben und später in Yorkshire perfektioniert. Der erste gewerbsmäßige Anbau in Deutschland erfolgte 1848 in Hamburg-Kirchwerder und breitete sich von Norden nach Süden aus.

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