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Salat

Der Gartensalat oder Gartenlattich (Lactuca sativa), auch kurz Lattich und Salat genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lattiche (Lactuca) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Gartensalat wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN) zum Gemüse des Jahres 2007/2008 in Deutschland gewählt. In der Schweiz wird der Römersalat Lattich genannt.

Als Stammart wurde inzwischen der Stachel-Lattich (Lactuca serriola) nachgewiesen, eine in Südeuropa, Vorderasien bis Nordindien sowie Nordafrika weit verbreitete Steppenpflanze, mit dem der Gartensalat konspezifisch ist.[5]

Schon seit der Antike wird Gartensalat in vielen Sorten kultiviert. So existieren etwa 4500 Jahre alte Reliefs, welche eine Pflanze darstellen, die dem Römersalat ähnelt. Von Ägypten ausgehend, verbreitete sich der Salat über die ganze antike griechische und römische Welt.

In Mitteleuropa ist der Gartensalat erst seit der Zeit Karls des Großen verbreitet. Ausgehend von den Klostergärten verbreitete sich der Schnittsalat (Lactuca sativa var. crispa) mit seinen rosettig locker stehenden Blättern, während in den romanischen Ländern die Kultur des Bindesalates (Lactuca sativa var. longifolia) mit seinen länglichen, einen lockeren Kopf formenden Blättern entwickelt wurde. Der heute bekannte und beliebte Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata) ist eine Züchtung aus dem Beginn der Neuzeit. Der Gartensalat wird (wie schon im 16. Jahrhundert[6]) auch einfach als Salat bezeichnet.

Im Mittelalter fand insbesondere der Lattichsamen (semen lactucae) Verwendung.

Der Gartensalat wird in ganz Mitteleuropa in Gärten gezogen von der Ebene bis in die Bergstufe. In der alpinen und subalpinen Stufe kommt er seltener vor. In Graubünden wurde er in Arosa noch in 1900 Meter Meereshöhe blühend beobachtet, im Kanton Wallis kommt er auf dem Großen St. Bernhard noch bei 2478 Meter vor.

Ausgewachsener Salat blüht von Juni bis August, die Grundblätter entwickeln dann aber zu viele Bitterstoffe, deshalb wird geerntet, bevor der Salat in die Höhe wächst („schosst“).

Zu den Hauptanbaugebieten gehören Italien, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und Deutschland. In Gebieten mit Frost wird der Kopfsalat unter Glas und im Freien angebaut. Freilandsalat wird bis zu 500 g schwer im Handel angeboten. Der unter Glas angebaute Salat wird schon ab etwa 100 g angeboten. Der Wintersalat aus dem Gewächshaus hat durchschnittlich höhere Nitratwerte als der Freilandsalat im Sommer. Dies ist auf den im Gewächshaus bedingten Lichtmangel zurückzuführen.

Quelle: Wikipedia

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