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Thymian

Thymiane (Thymus) gehören zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). In Mitteleuropa sind mehrere Arten heimisch, darunter der Sand-Thymian (Thymus serpyllum), der Zitronen-Thymian (Thymus × citriodorus) und der Echte Thymian (Thymus vulgaris). Die Pflanzen wachsen meist als kleine Halbsträucher oder polsterbildende Gehölze und erreichen Wuchshöhen zwischen 5 und 80 cm. Ihre kleinen, aromatisch duftenden Blätter sind ein wichtiges Erkennungsmerkmal, und die rosafarbenen bis violetten Blüten erscheinen im Sommer.

Thymian ist ein natürliches Multitalent. Dank seiner ätherischen Öle (vor allem Thymol) wirkt das Kraut stark antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend und krampflösend.

Thymian ist wirksam gegen festsitzenden Husten: Es löst den Schleim, erleichtert das Abhusten und wirkt positiv auf das Immunsystem. Als Tee ist Thymian ein Klassiker gegen Husten und Heiserkeit. Für die Erkältungszeit lässt sich ein schleimlösender Sirup ganz einfach zubereiten: Frischen Thymian waschen und das tropfnasse Kraut stampfen oder walken, damit die Pflanzensäfte besser austreten können. Dann in einem Gefäß abwechselnd mit Zucker schichten und stehen lassen, bis sich Sirup bildet.

Dank seiner Inhaltsstoffe wirkt Thymian antientzündlich: Aus frischem Thymianzweigen lässt sich ein Mundwasser gegen Zahnfleischentzündungen und offene Stellen (Aphten) im Mundraum herstellen. Dazu legt man den Thymian vier Wochen lang in hochprozentigem Alkohol ein und gurgelt regelmäßig mit der Tinktur, bis die Beschwerden verschwunden sind.

In Weißwein eingelegt lässt sich Thymian als Stärkungsmittel nutzen: Es kann aufmunternd wirken und den Organismus stärken. Nach Schlaganfällen kann Thymian die Blutzirkulation unterstützen.

Thymian ist sehr gut verträglich und lässt sich darum auch in der Küche als Gewürz einsetzen. Die Pflanze produziert ihre ätherischen Öle nachts – das macht sie besonders hitzebeständig. Deshalb bleibt Thymian auch beim Kochen und Braten aromatisch. Außerdem wirkt er verdauungsfördernd und macht schwere Speisen bekömmlicher.

Thymiane sind hervorragende Nektarspender und zählen zu den wichtigsten Sommerblühern für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Besonders der Sand-Thymian (Thymus serpyllum), der Langhaarige Thymian (Thymus praecox) und der Graue Polster-Thymian (Thymus pseudolanuginosus) werden häufig besucht. Für spezialisierte Arten wie die Wald-Pelzbiene (Anthophora furcata) sind sie unverzichtbar. Auch Schmetterlinge wie der Weiße Hartheuspanner (Siona lineata) nutzen Thymiane als Raupen-Futterpflanze.
Darüber hinaus profitieren zahlreiche Insekten, die auf aromatische Blütenpflanzen angewiesen sind.

Quelle: Wikipedia und https://www.naturadb.de/

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