
In der Anwendung wird er sowohl als Würz‑ und Aromakraut geschätzt (beispielsweise für die traditionelle Maibowle) als auch volksheilkundlich zur Förderung von Entspannung, Verdauung und leichter Leber‑ und Galle‑Unterstützung eingesetzt. Der Hauptwirkstoff ist das Cumarin, das beim Welken und Trocknen entsteht und dem Waldmeister seinen charakteristischen Duft verleiht.
In der Volksheilkunde wurde der Waldmeister schon im Mittelalter eingesetzt – etwa bei Leber‑ und Gallenleiden, Wassersucht, Kopfschmerzen oder Nervosität. In der katholischen Mythologie heißt es, dass die Jungfrau Maria ihr Kindsbett mit Waldmeister beduftete. Aus diesem Grund wurde das Kraut auch heiliggesprochen.