Spinat (Spinacia oleracea), auch als Gemüsespinat oder Gartenspinat bezeichnet, wird in verschiedenen Sorten häufig und vor allem als Wintergemüse angebaut. Er gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und wurde vermutlich erstmals in Vorderasien kultiviert. Es handelt sich dabei um ein eine einjährige krautige Pflanze, die mit ihren Blütenständen eine Höhe von bis zu einem Meter erreicht.

Seine kräftigen rötlich überlaufenen Wurzeln tragen anfangs eine Rosette aus Blättern, aus denen sich später der aufrechte, meist einzelne oder wenig verzweigte Stängel erhebt. Er ist gerippt und ebenso wie die Blätter blassgrün. Diese sind wechselständig, lang und häufig am Grund rötlich gestielt, mit dreieckig-pfeilförmiger oder länglich-eiförmiger Blattspreite und werden zum Stängel hinaus zusehends kleiner.

Die Blüten erscheinen in Knäueln gehäuft in den Blattachseln in unbeblätterten Scheinähren. Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtlich, das heißt es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die männlichen Exemplare sind vier- oder fünfzählig mit gleichartig aussehenden Perigonblättern, die bei den weiblichen vollständig fehlt und durch Vorblätter geschützt wird. Die Früchte sind 2-3 Millimeter groß und werden von diesen rundlichen Vorblättern häutig umhüllt.

Die zarten Blätter des Spinats werden von zahlreichen Schmetterlingen als Raupenfutter verwendet.

In Europa ist Spinat seit dem 13. Jahrhundert bekannt, wo er in verschiedenen Kräuterbüchern Erwähnung findet; vermutlich wurde er aus der maurischen Küche übernommen. Der Name leitet sich von espinaca ab, das die Spanier aus dem persisch-arabischen isp?n?ch formten. Die Stammart soll der westasiatische Spinacia turkestanica (Spinacea tetrandra auct.) sein. Heute gibt es davon schätzungsweise 50 Kultursorten.

Spinat ist eine Langtagspflanze und beginnt erst zu blühen, wenn die Tageslänge mit dem Sommer zunimmt. Im Handel bevorzugt man die noch nicht blühenden Exemplare, die als Wurzelspinat mitsamt den Wurzeln, Blattspinat und fertig zubereiteter und gefrosteter Rahmspinat angeboten werden. Die jungen Blätter des Blattspinates verwendet man gerne als Salat, die älteren gekocht als Gemüse.

Den etwas bitterlichen Geschmack wird man durch kurzes Blanchieren los. Gleiches gilt für das Nitrat, das der Spinat auf stickstoffreichen Böden reichlich ansammelt. Darmbakterien wandeln dieses in Nitrit und Nitrosamine um, die als krebserregend gelten, in anderen Nahrungsmitteln aber in wesentlich höheren Konzentrationen enthalten sind. Bedenklich können größere Mengen Nitrit bei Babys werden, da es an die roten Blutkörperchen bindet und den Sauerstofftransport behindert – die Folge ist im Extremfall eine Blausucht (Cyanose).

Quelle: https://www.naturadb.de/