Bei der Stachelbeere (Ribes uva-crispa) handelt es sich um einen einheimischen Strauch aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae), der sie zu ihrem Namen verholfen hat. Sie findet sich mit ihrer Wildform (Ribes uva-crispa ssp. uva-crispa) und ausgewilderten Gartenformen (Ribes uva-crispa ssp. sativum) verbreitet an schattigen Stellen in Gebüschen, Waldrändern und Waldwegen auf feuchten und nährstoffreichen Böden.
Stachelbeerhecken sind eine beliebte Obstpflanze für den Nutzgarten. Lässt man im Herbst etwas von der Ernte stehen, freuen sich die Vögel über das leckere Winterfutter. Und auch als Bienenweide ist sie äußerst wertvoll.
Die kleinen Blüten der Stachelbeeren bilden wenig Pollen, aber reichlich Nektar. Sie sind auch für Insekten mit kurzem Saugrüssel geeignet. Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Honigbienen und Fliegen sowie drei zur Sandbienen-Gattung Andrena gehörenden Wildbienenarten.
13 Schmetterlinge interessieren sich in Deutschland für das Grün als Raupenfutter, darunter der C-Falter (Polygonia c-album), der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) und der Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria).
Die Früchte der Stachelbeere sind als Beerenobst beliebt. Man isst sie roh oder als Obstkuchenbelag oder verarbeitet sie zu Stachelbeerkompott, Marmelade und Gelee. Wegen der Säure unterschätzt man gerne den Zuckergehalt: bei den einheimischen Beeren haben nur Weintrauben mehr als die Stachelbeeren.
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