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Beim Bärlauch (Allium ursinum) handelt es sich um ein einheimisches Zwiebelgewächs, das im Frühjahr an feuchten Standorten dichte Teppiche bildet und mit zahlreichen Blüten und knoblauchartigem Duft weithin auf sich aufmerksam macht. Botanisch gehört er zu den Amaryllisgewächsen (Amaryllidaceae), der lateinische Name bedeutet sinngemäß Bärenzwiebel. Wegen seines intensiven Aromas wird er auch als wilder Knoblauch oder Knoblauchspinat bezeichnet. Er ist in Europa weit verbreitet, vor allem an Bachläufen, Seeufern oder Auenwäldern.

Viel Zeit zum Nährstoffe sammeln bleibt der kleinen Pflanze nicht: Bereits nach zwei bis drei Monaten ziehen sie sich zurück und überdauern mit ihren Zwiebeln bis zum darauffolgenden Frühjahr.

Die Bestäubung des Bärlauchs erfolgt durch Bienen und andere Insekten. Obwohl die Samen ein nährreiches Anhängsel aufweisen sind Ameisen kaum für die Verbreitung zuständig. Viel häufiger bleiben die Samen an den Füßen vorüberstreifender Tiere hängen, zumal an den feuchten, lehmigen Standorten.

Es ist auf drei giftige Doppelgänger zu achten: Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlose. Auch wenn man sie zur Blütezeit leicht unterscheiden kann, sind sich die Blätter recht ähnlich. Daher sollte man unbedingt auf den typischen Knoblauchgeruch achten, der beim Verreiben der Blätter als das sicherste Charakteristikum gilt.

Bärlauchsuppe, Bärlauchpesto, als Gewürz im Salat oder als Kräuterquark: Aus der Frühlingsküche sind Bärlauch-Rezepte nicht mehr wegzudenken, denn er harmoniert perfekt mit Kartoffeln, Nudeln und Fischgerichten. Neben den Blättern lassen sich auch die dekorativen Blüten verwenden. Wie viele Knoblauchverwandte enthält er das schwefelhaltige Allicin, das für Geruch und Heilwirkung verantwortlich zeichnet. Er ist zudem eine alte Heilpflanze, der man in der Naturheilkunde eine antibiotische und verdauungsfördernde Wirkung nachsagt. Ähnlich wie beim Knoblauch beugt das enthaltene Allicin in klinischen Studien Arteriosklerose und Bluthochdruck vor.

Den Text stellte dankenswerterweise https://www.naturadb.de/ zur Verfügung.