Schnittlauch (Allium schoenoprasum) oder Schnittling ist bei uns einheimisch, vielerorts aus Gärten ausgewildert und in vielen feuchten Wiesen, an Flussufern, Bächen und Auen zu finden. Der botanische Name bedeutet sinngemäß Binsen-Lauch. Er gehört ebenso wie Zwiebel, Lauch und Knoblauch zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Charakteristisch sind die von ihm gebildeten Gruppen binsenähnlicher, innen hohler Blätter, die zu zweit aus einer kleinen länglichen Zwiebel entspringen. Sie sind bis zu fünf Millimeter breit und werden bis zu 40 Zentimeter hoch. Bei den endständigen Blütenständen handelt es sich um Scheindolden mit bis zu 50 Blüten. Diese sind glockenförmig, bis zu fünf Millimeter breit und rosa bis zartlila. In den runden Kapselfrüchten reifen die länglichen schwarzen Samen.

Die kugeligen Blütenstände sind eine Attraktion für eine Vielzahl von Insektenarten. Wildbienen und Hummeln finden sich hier ebenso ein wie Schmetterlinge oder Schwebfliegen.

Frischer Schnittlauch aus dem Garten schmeckt immer noch am allerbesten. Zur Not kann man die abgetrennten Blätter auch zwei oder drei Tage im Gemüsefach aufbewahren; allerdings werden sie schnell matschig und unansehnlich und entwickeln durch den Zerfall schwefelhaltiger Inhaltsstoffe ein stechend scharfes Aroma. Besser ist es, ihn bis zur Verwendung in Wasser zu stellen.

Zum Abschneiden verwendet man eine Schere oder ein scharfes Messer, sodass die Halme den Schnitt gut überleben. Größere Erntemengen vor dem einsetzenden Winter lassen sich durch Trocknen oder Einfrieren haltbar machen. Dabei sollte man sie vorher in kleine Stückchen schneiden.

Schnittlauch ist fast ebenso beliebt wie Petersilie und ein typisches Würzkraut für Salate, Kräuterquark, Remoulade oder Kräuterbutter.

Vom Schnittlauch lassen sich nicht nur die Blätter in der Küche verwenden. Auch die hübschen kugeligen Blütenstände sind essbar und lassen sich zur Dekoration auf einem Büffett oder in Salat und Kräuterquark wirkungsvoll in Szene setzen.

Quelle: https://www.naturadb.de/