Weißdorn
Weißdorn

Eingriffeliger Weißdorn oder Hagedorn (Crataegus monogyna) ist ein drei bis fünf Meter hoher Strauch oder Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Den intensiven Geruch der Weißdornblüten nach Trimethylamin finden Menschen selbst aus der Ferne unangenehm, Fliegen hingegen zieht er magisch an. Sie sorgen zusammen mit Bienen für die Bestäubung. Außer als Bienenweide für Honigbienen sammeln Wildbienen den Pollen des Eingriffeligen Weißdorns, unter anderem fünf Sandbienen der Gattung Andrena sowie die Gehörnte Mauerbiene Osmia cornuta.

Für seinen Nektar interessieren sich auch Schmetterlinge wie der Schlüsselblumen-Würfelfalter (Hamaeris lucina), der als Raupe auch die Blätter frisst. Er ist auch Raupenfutterfür Schmetterlingsarten wie Pfeileulen (Acronicta spec.) oder die namengebende Feldholz-Weißdorneule (Allophyes oxyacanthae).

Die Verbreitung der Samen übernehmen Vögel und Kleinsäuger. Vor allem Drosseln wie die Amsel schälen die Steinfrüchte und lassen die Kerne fallen, Mäuse und andere Nagetiere fressen sie komplett und scheiden die Samen unversehrt wieder aus. Auf den kräftigen Dornen des Eingriffeligen Weißdorns spießt der Neuntöter (Lanius collurio) seine Beutetiere auf. Davon abgesehen bietet er als wertvolles Vogelschutzgehölz gefiederten Gesellen eine sichere Unterkunft und Nistmöglichkeit.

Weißdorn ist eine altbekannte Heilpflanze

Weißdorn (Crataegus) ist ein Gewächs, dem schon seit hunderten von Jahren eine Schutzwirkung auf das Herz nachgesagt wird. So verwendete schon Paracelsus, einer der berühmtesten europäischen Ärzte des 16. Jahrhunderts, den Saft der Weißdornbeeren als Herztherapeutikum.

Nach wie vor ist der Weißdorn eine Heilpflanze für das Herz und wurde aufgrund seiner umfangreichen positiven Wirkungen 2019 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Den Text stellte dankenswerterweise https://www.naturadb.de/ zur Verfügung.