Die Brombeere (Rubus fruticosus) ist ein bis zu zwei Meter hoher Spreizklimmer, der sich an Büschen und Sträuchern hochrankt und dichte Hecken bildet. Sie ist an vielen Standorten zu finden, von der Küstenregion bis in die Alpen, in Wäldern, an Wegrändern und Schuttgesellschaften. Der Name leitet sich vom althochdeutschen br?ma, Dornenstrauch ab. Botanisch korrekt handelt es sich um Stacheln, keine Dornen.
Die Blätter fallen im Winter ab oder überdauern, die Triebe sind zweijährig und blühen erst im zweiten Jahr. Die verholzenden Ruten hängen über oder senken sich bis auf den Boden, wo sie wurzeln. Unterirdisch vermehren sich die Brombeere mit Ausläufern, die für eine schnelle Ausbreitung sorgen. Ihre wechselständigen Blätter sind drei- bis fünfzählig gefiedert, mit gezähntem Rand und kleinem Stiel. In einfachen Trauben oder verzweigten Rispen stehen die weißen bis zartrosa gefärbten geruchlosen Blüten mit fünf Kronblättern und über 20 Staub- und Fruchtblättern. Aus letzteren entwickeln sich nach der Bestäubung zahlreiche kleine Steinfrüchte, die dicht kelchartig zusammenstehen und somit eine Sammelsteinfrucht bilden. In jeder Einzelfrucht sitzt einer der kleinen, schwarzen Samen. Reif sind die Früchte der Brombeere tiefschwarz.
Mit ihren zahlreichen Staubblättern erzeugen die Brombeerblüten große Mengen Pollen, der bei Wildbienen und Hummeln äußerst begehrt ist. Andere Insekten wie Schwebfliegen und Schmetterlinge nehmen mit dem Nektar vorlieb. Die dichten Hecken bieten Vögeln und Kleinsäugern Unterschlupf und Nestschutz. Sie machen sich auch über die reifen Früchte her und sorgen für die Verbreitung der Samen.
Brombeeren sind wegen ihrer Früchte beliebt. Der Spruch Brombeeren heißen Schwarzbeeren, weil sie rot sind, solange sie grün sind gibt das Farbspektrum wieder: erst sind die Sammelnussfrüchte grün, dann rot und in der Reife schwarz. Die schwarzblaue Farbe ist auf Anthocyane zurückzuführen, der Geschmack auf Traubenzucker, Gerbstoffe und Fruchtsäuren.
Den optimalen Reifegrad haben Brombeeren erreicht, wenn sie sich leicht vom Blütenboden ablösen. Kühl aufbewahrt reifen sie noch eine Weile nach. Man bereitet aus den aromatischen, säuerlich-süßen Früchten Marmelade, Gelée, Fruchtsäfte oder Liköre zu oder verwendet die frischen Früchte für Quark, Obstböden und andere Süßspeisen. Sie lassen sich auch prima einfrieren.
Den Text stellte dankenswerterweise https://www.naturadb.de/ zur Verfügung.

