Die Gemeine Felsenbirne (Amelanchier ovalis) ist ein bis zu drei Meter hoher Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Sie ein wichtiges Vogelnährgehölz, das zudem als gute Bienenweide gilt. Sie wird seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze in Hecken kultiviert und ist ein guter Bodenfestiger.
Die Blüten der Gemeinen Felsenbirne wird von einer Vielzahl von Insekten bestäubt, vor allem von Honigbienen, Hummeln und Schwebfliegen. Den Nektar sammelt der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi), die Blätter als Raupenfutter nutzen vier weitere Schmetterlinge wie der gefährdete Obsthain-Blütenspanner (Eupithecia insigniata). Die Samen unterliegen einer Verdauungsausbreitung, vor allem durch Vögel, die sich mit Begeisterung über die Früchte hermachen. Die Felsenbirne bietet nicht nur Unterschlupf und Nistmöglichkeiten, sondern ist auch ein wichtiges Vogelnährgehölz vor allem für größere Vögel wie Amsel, Drossel und Eichelhäher.
Die Früchte der Gemeinen Felsenbirne sind essbar und lassen sich zu Marmelade oder Likör verarbeiten. Die Kerne enthalten kleine Mengen cyanogener Glykoside. Man sollte sie nicht roh verzehren, da sie in größeren Mengen Bauchschmerzen und Übelkeit auslösen können.
Im Mittelalter galt die Gemeine Felsenbirne als Heilpflanze, die in den Kräuterbüchern dieser Zeit ausführlich behandelt wurde. Man verwendete den Aufguss der Rinde als harntreibendes, gallenförderndes und entzündungshemmendes Mittel, die Blätter zur Fiebersenkung, den Saft als Diuretikum und Antirheumatikum.
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