Die Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) gehört mit ihren leuchtend weißen Blütenblättern und der sonnengelben Mitte zu den bekanntesten Wildblumen unserer Wiesen. Von Mai bis in den Spätsommer hinein setzt sie helle Akzente in Wiesen, an Wegrändern und auf naturnahen Flächen. Doch die Margerite ist weit mehr als nur hübsch anzusehen: Sie ist eine wertvolle Pflanze für die heimische Tierwelt und wurde traditionell auch als Heilpflanze genutzt.
Ein gedeckter Tisch für Insekten
Die offene, leicht zugängliche Blüte der Wiesenmargerite macht sie zu einer beliebten Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer, Fliegen und Schmetterlinge besuchen die Blüten und finden dort Pollen und Nektar. Gerade in artenreichen Wiesen ist die Margerite deshalb ein wichtiger Bestandteil des sommerlichen Blütenangebots.
Wer Wiesenmargeriten im Garten wachsen lässt, tut also nicht nur sich selbst etwas Gutes. Zusammen mit anderen heimischen Wildblumen entsteht ein vielfältiges Nahrungsangebot für Bestäuber und andere Insekten. Besonders wertvoll sind solche Flächen, wenn sie nicht ständig gemäht werden und die Pflanzen ausreichend Zeit zum Blühen und Aussamen bekommen.
Traditionelle Verwendung als Heilpflanze
Auch in der Volksheilkunde hat die Wiesenmargerite ihren Platz. Blüten und Kraut wurden traditionell unter anderem bei Erkältungsbeschwerden, Husten und kleineren Hautproblemen verwendet. Der Pflanze werden in der überlieferten Pflanzenheilkunde unter anderem beruhigende, entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.
Eine Wildblume, die bleiben darf
Die Wiesenmargerite zeigt auf besonders schöne Weise, wie eng Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbunden sind. Für uns ist sie ein vertrauter Anblick des Sommers, für viele Insekten dagegen ein kleiner gedeckter Tisch.
(Mit Unterstützung von KI erstellt)

