Die (in Österreich, Bayern und Schwaben auch der) Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, Bolle, Zipolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium) und eine der ältesten Kulturpflanzen.

Die (in Österreich, Bayern und Schwaben auch der) Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, Bolle, Zipolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium) und eine der ältesten Kulturpflanzen.

Die Küchenzwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird schon seit mehr als 5.000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert, wobei sie sowohl im Chinesischen Altertum, als auch im alten Ägypten verbreitet war.

Im alten Ägypten wurden Zwiebeln den Göttern als Opfergabe gereicht, da sie sowohl ein Symbol für das ewige Leben waren, als auch eine hoch geschätzte Heilpflanze. Dass Zwiebeln sogar als Grabbeigabe bzw. Wegzehrung für die Reise ins Jenseits genutzt wurden, belegen Zwiebelreste, die im Grab des Tutanchamun gefunden wurden.

Eine Inschrift auf einer der Pyramiden von Gizeh besagt, dass den Arbeitern beim Bau der Pyramiden Rationen von Knoblauch und Zwiebelrationen zugeteilt wurden, um ihre körperliche Kraft zu erhalten und sie vor Infektionskrankheiten zu schützen.

Eine über 4.000 Jahre alte sumerische Keilschrifttafel enthält bereits Informationen zum damaligen Ackerbau, einschließlich Angaben zu Gurken- und Zwiebelfeldern. Im babylonischen Codex Hammurapi wurden monatliche Brot- und Zwiebelrationen für Mittellose festgelegt.

Bei den Römern zählten Zwiebeln zu den Grundnahrungsmitteln vor allem der einfachen Bevölkerung. Römische Legionäre brachten die Gemüsezwiebel später nach Europa[3], was sich in der Benennung widerspiegelt. Aus dem lateinischen Wort „cēpula“ entstanden (durch volksetymologische Umdeutung) der althochdeutsche Begriff zwibollo, das mittelhochdeutsche Wort zwibolle („zweifache Bolle“) und das deutsche Wort „Zwiebel“.) in Mitteleuropa verbreiteten. Hier wurden sie zu einer der am meisten verbreiteten Gemüsearten, durften auf keiner Tafel fehlen und dienten auch zusammen mit Theriak zur Bereitung eines Öls, welches durch Anregung der Schweißabsonderung vor der Pest schützen sollte.

Die Zwiebel war Heilpflanze des Jahres 2015. Als Heildroge dienen die frischen Zwiebeln. Für die Droge konnten antibakterielle, den Blutdruck, die Blutfette und den Blutzucker schwach senkende Wirkungen nachgewiesen werden, auch gerinnungshemmende und antiasthmatische Eigenschaften wurden nachgewiesen. Die Wirkungen hierfür sollen hauptsächlich auf die antioxidativen Schwefelverbindungen der Zwiebeln zurückzuführen sein. Die Positivmonographie der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes gibt 1986 als Indikationen Appetitlosigkeit und die Vorbeugung von altersbedingten Gefäßveränderungen an.

Äußerlich verwendet man Zwiebelsaft oder Sirup bei Insektenstichen, Wunden, Furunkeln und zur Nachbehandlung von Blutergüssen.

Als Fremdbestäuber ist die Zwiebel auf die Hilfe von Insekten angewiesen. Dazu zählen auch Wespen und Käfer. Neben Honigbienen sind fünf Wildbienen an den Blüten der Küchenzwiebel interessiert, darunter drei Arten von Sandbienen (Andrena spec.), die winzige Schmalbiene Lasioglossum punctatissimum und die Lauch-Maskenbiene (Hylaeus punctulatissimus).

Quelle: Wikipedia und NaturaDB