Ruprechtskraut oder weniger schmeichelhaft Stinkender Storchenschnabel (Geranium robertianum) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und ist ein ein- oder zweijähriges, in Europa, Asien und Nordafrika überall anzutreffendes Kraut. Man findet es in krautreichen Wäldern, Schluchten, Auen, auf Lichtungen, Geröllhalden und am Rand von Wäldern und Hecken. Er wird 20-50 Zentimeter hoch und entspringt einer kräftigen Wurzel. Daraus erheben sich reichlich verzweigte Triebe mit drei- bis fünfteilig gefiederten Blättern, die 3-4 Zentimeter lang und mitunter doppelt so breit werden. Sie sind ebenso wie die Stängel reichlich behaart, selten glatt und enthalten ein unangenehm riechendes etherisches Öl.

Die Blüten des Ruprechtskrautes sind fünfzählig radiärsymmetrisch und rosafarben, mit zur Blütezeit aufrechten Kelchblättern, violetten Staubbeuteln und zu einem Ring verwachsenen Nektarien. Bei den Früchten handelt es sich um storchenschnabelähnliche fünffächrige Kapseln, die bei der Reife eintrocknen und spontan aufspringen, um die Nüsschen bis zu sechs Meter von der Pflanze fortzuschleudern.

Er macht sich in Blumenbeeten, als Bodendecker am Rand von Gehölz oder im Bauerngarten mit ihren saftig grünen Fiederblättern und rosa Blüten gut und bietet Bienen und Schmetterlingen reichlich Nahrung. Daher sollte man ihm den Vorzug vor exotischen und dekorativeren, aber weniger bienenfreundlichen Storchenschnäbeln geben.